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Die beim Auftritt präsentierten Stücke klingen als Covertitel auch in der heutigen Zeit nicht alltäglich – da wird nicht auf Nummer Sicher gegangen und nur die alten Hitparaden rauf und runter gespielt, auch weniger bekannte Titel finden ihren Platz. Und mit Hammond (DIE eine und einzige Hammond, Baujahr 1936), Gitarren und knackigem Schlagzeug werden die alten Melodien des Rock, Pop, Beat neu arrangiert, schmackig instrumentiert und energiegeladen, kompakt, frisch, tanz- und hörbar präsentiert!

Das ist die eine Seite von FeZZ. Die andere offeriert dem Publikum Eigenkompositionen – die sind deutschsprachig und reichen von Balladen über Pop-Songs hin zu sehr rockigen Stücken. Verantwortlich für dieses weite musikalische Spektrum sind von A bis Z die Musiker:

Rainer Brune, Hammondorgel; Mister HAMMOND und Mister LESLIE in einer Person, der Meister der rotierenden Lautsprecher und der rauchigen Röhren; er ist mit seinen schrägen und jazzigen Chords verantwortlich für den einzigartigen FeZZ Sound.

Frank Hopmann, E- & A-Gitarren, Harmonika; das Kraftpaket, der Rocker und Revoluzzer von FeZZ; mit seinem VOX AC 30 und seinen Fender- und Gibson-Gitarren bohrt er so manchen seiner unverwechselbaren Töne ganz nebenbei direkt ins Herz der Hörer.

Jürgen Keiser, Bass; der Mann, der die tiefen Saiten im Hintergrund zieht, der seinen Warwick 4-Saiter und den 5saitigen Jazz-Bass mit den Fingern und dem Plektron zupft, der mit seinem erdigen, trockenen Anschlag der Gruppe das Fundament gibt.

Sabine Schürmann, Schlagwerk; unsere Trumpf-Dame, die Lady des Rhythmus – pulsierende Taktgeberin und Antreiberin von FeZZ; weiblich sensibel, präzise, individuell und ganz eigen trommelt sie glasklar und gigantisch gefühlvoll auf den weißen Fellen ihrer Schießbude.

Diese Dame und die drei Herren ergeben den musikalischen Grand mit Vieren, die Band FeZZ. Unter diesem Namen seit rund zehn Jahren unterwegs, haben die Beteiligten zuvor in diversen Bands des westlichen Reviers mitgewirkt und eine jahrelange Auftrittserfahrung auf den Buckeln.

Keine Novizen im Musikbereich also, doch trotzdem keine Routiniers, die das Programm so abspulen. Und das Programm nennt sich „Rock de Ruhr”, eine Mischung von eigenen Titeln und Coversongs. Diese Melange wird recht dynamisch präsentiert: die Musiker spielen zwar für das Publikum, aber auch für das eigene Vergnügen. Ergebnis: Keine Auftritte nach Tanzkapellenart, sondern spannende Eigenkompositionen und eigenwillige Cover-Versionen des Beat und Rock sind angesagt.

Text: Jürgen Keiser

© Schürmann & Walde 2014